Stand der Dinge
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Hallo Poispieler, Feuerkünstler und Besucher,
dies ist die vorläufige Internetpräsenz des Poi und Feuerartistik e. V., dem Fachverband für Poispieler mit und ohne Feuer, Drehstab-, Devilstick- und Diabolospieler sowie der verwandten Spinning-Artisten.
Der Poiverband spricht Menschen an, die mit Poi etwas bewegen wollen.
Die Mitglieder kommen aus verschiedenen europäischen Ländern und vertreten vom langjährigen Bühnen- und Feuerartisten mit Workshoperfahrung über Händler und Coaches bis hin zu betriebswirtschaftlichen Fachleuten, Ärzten, Therapeuten und Sozialarbeitern verschiedene Ressorts.
Wir verstehen uns als Sammelbecken ambitionierter Artisten, die mit Poi und Spinnig auch auf der Metaebne der Anwendung, in der Arbeit mit Menschen, im Verändern kultureller und pädagogischer Zusammenhänge neue Räume betreten. Wir wollen Menschen finden und verbinden (Verband: Zusammenschluss zur Bündelung und Regelung von Interessen), die sich mit interdisziplinären Themen langfristig befassen und sind somit von unserer politischen und gesellschaftlichen Vision eher mit einer Stiftung vergleichbar, als mit einem Sportverein. Wir möchten engagierte Mitstreiter finden, um ihren Erfahrungen Raum zu geben mit einer Struktur die öffentliche Förderung genießt und Übungsleiter sowie Artisten mit Musterverträgen und Checklisten beraten bei ihrer Existenzgründung.
Unsere geplanten Fachbereiche:
Wir alle unterstützen die Idee, gemeinsam Wissen zu sammeln und die tausend Jahre Kunst des Poi-Spiel hier in Europa in die Mitte der Gesellschaft zu bringen. Dieser Traum, Poi in ganz vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sinnvoll und kreativ einzusetzen, als methodisches Instrument, als Hilfsmittel in der Arbeit mit Menschen oder in der darstellenden Kunst parallel zu der überwiegend selbstorganisierten Feuerspieler-Szene, war der Grund für die Entwicklung der Vereinsziele und zur Gründung des Verbandes.
Dieses Ziel des Verbandsgründers Atman B. Wiska gemäß den gemeinnützigen Statuten des Vereins öffentlich wirksam zu fördern, insbesondere seine Vision von “Poi als Methode” zu verwirklichen und das Poi-Spiel einzuführen wo bisher noch gar keine Befassung oder kaum systematische Überlegungen für die Arbeit mit den fliegenden Kugeln existieren, ist der Leitgedanke für unsere Arbeit.
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Aktuell:
Poi 2.0 – the evolution of spinning
Was macht die Kultur des Poispiel und des Firespinning aus? Wenn wir uns die Entwicklung seit der Erfindung des Poi-Schwingens vor gut tausend Jahren bei den Maori-Frauen ansehen und überblicken welche Phasen die Kultur der Poi & Feuerartistik durchlaufen hat, dann erkennen wir gegenwärtig ein neues Zeitalter in der Entwicklung des Poi-Spiel.
Zunächst gab es Poi als Dorftanz auf Neuseeland. Hier liegt sozusagen die Wiege des Poi. Später dann verlässt das Poi-Spiel Ozeanien und gelangt mit den Touristen und Einheimischen nach Indien, in die USA und nach Europa. Poi belebt eine Partykultur auf Goa-Festivals in der ganzen Welt. Dann kamen die Technik-Freaks und haben dem Spiel eine neue Dimension gegeben. Immer noch auf der Spielebene, aber nun viel differenzierter. Seit dem gibt es Isolationen beim Drehen, Stalls und Flowers oder hybride Figuren. Und seit einigen Jahren gibt es nun vereinzelt Menschen, die Poi mit Patienten spielen oder in der Arbeit mit jugendlichen Problemgruppen einsetzen, also nicht mehr nur als Spiel. Hier wird eine deutliche Veränderung im Umgang mit Poi sichtbar. Atman B. Wiska hat diese Ansätze gezielt gesammelt, den Poiverband gegründet und “Poi als Methode” entwickelt, um hier vorhandenes und neues Wissen um die kognitiven Möglichkeiten des Poi-Spiel sowie seiner sozialen und ergotherapeutischen Potentiale zusammen zu fassen und zu fördern. “Poi als Methode” ist eine neue Qualität in der Poi-Welt geworden.
Daneben hat sich die Feuerkunst natürlich auch entwickelt. Beginnend beim “Urschleim” des spirituellen Feuers, ritueller Anrufungen und Zeremonien, wurde das Spiel mit Feuerpoi schon auf Neuseeland von den Maori-Ureinwohnern geübt. Irgendwann gab es mit der Verbreitung des Poi-Spiel an die Partystrände von Goa und in den USA die ersten Feuershows. Es wurden einfache Tricks gezeigt; das Poi-Spiel wurde zur Touristenattraktion und zum Gelderwerb entwickelt. Auch hier findet sich heute eine bemerkenswerte Entwicklung. Die Feuerpädagogik greift die Elemente der Feuerkunst gezielt auf, um gezielt für den positiven Umgang mit Feuer zu werben. Es werden alte und aktuelle Aspekte des Feuer vermittelt und es findet erstmals eine methodische Aufarbeitung der kulturellen Wurzeln sowie der modernen Showdarbietung mit Feuer statt. Auch dies kennzeichnet eine Zeitenwende.
Auf der dritten Ebene haben sich die verschiedenen Elemente der Artistik im Poi-Spiel miteinander verbunden. Wo früher vereinzelt Jonglage neben Spinning stand, wo vielliecht noch Keulen-Artisten über Poi-Spieler gelächelt haben, werfen diese seit wenigen Jahren mit der Entwicklung von Würfen und mit Partner-Poi die althergebrachten Grenzen zwischen Jonglage und Spinning, zwischen Tanz und Akrobatik in der Poi-Szene über den Haufen. Heute wird mit Poi Tango getanzt, und das zu zweit, zu dritt oder wie man möchte. Wo einst Poi-Spieler eifrig Kreise drehten, fliegen nun Poi in die Luft oder werden mit anderen Artisten in komplexen Figuren als Partnerprogramm dargeboten. Poi ist seit dem nicht mehr das, was es seit dem Sprung von der Insel Neuseeland auf die Partystrände in Goa und Gomera lange gewesen ist. Diese Entwicklung in der Poi-Artistik ist bemerkenswert.
In den drei genannten Dimensionen Poi, Feuer und Artistik ergibt sich folgendes Bild:
Unser gemeinsames Ziel:
Wir wollen Kultur- und Sozialarbeit fördern und die tausend Jahre alte Tradition des Poi-Spiels auch abseits der Feuerszene bekannt machen, mit Polizei und Feuerwehr, Politik und Kulturamt in Fragen der Sicherheit von Feuershows im Sinne unserer Mitglieder und erfahrenen Artisten sprechen sowie mit anderen Verbänden und Vereinen kooperieren und neue Akzente in der Kinder- und Seniorenarbeit unter Nutzung der Zirkuspädagogik setzen.
Daneben haben wir uns vorgenommen, den Austausch und den Zusammenhalt unter den Poi-Spielern zu unterstützen sowie die Grenzen zur klassischen Jonglage auf der menschlichen Ebene überwinden zu helfen, durchaus auch die Verbindung von Jonglage und Spinning zu begleiten. So sind z. B. Würfe für fortgeschrittene Staff- und Poispieler ebenso selbstverständlich wie das Jonglieren mit Feuer für Wurfakrobaten.
Und nicht zuletzt wollen wir als Fachverband den Mitgliedern mit Rat und Tat zu Umwelt- und Gefahrkundehinweisen zur Seite stehen sowie durch die Unterstützung von wissenschaftlicher Arbeit für verschiedene Aspekte des Poi-Spiels (Gesundheit, Wellness, Rehabilitation, Therapie und Sozialarbeit) sorgen.
Vielen Dank für das Interesse
Atman B. Wiska
Gründungsvorstand

